FISS - Frankfurter Institut für Stimmstörungen & Sprachstörungen

 

Stottern

Eine Redeflussstörung, die sich durch Laut-, Silben-, Wort- oder Satzteilwiederholungen ( klonisches Stottern), Sprechblockaden (tonisches Stottern)
und durch Lautdehnungen kennzeichnet. Nicht selten kommt Stottern gemeinsam mit Poltern vor.
Stottern entsteht durch multikausale Bedingungsgefüge in denen folgende Faktoren eine Rolle Spielen:

  • neurologische Gründe (beschleunigtes oder verfrühtes Feuern von Neuronen),
  • Sprechangst (durch negative soziale Rückmeldungen),
  • Wahrnehmungsdefizite, ( vor allem der sogenannten propriozeptiven Wahrnehmung, die uns über die Lage der handelnden Organe /z.B. Lippen oder Zunge/ im Raum informiert),
  • Atmungsprobleme,
  • Zu hohe Körperspannung (vor allem während des Sprechens),
  • Neurosetheorien und ein
  • Missverhältnis zw. sensorischen Fähigkeiten, Denkvorgang und motorischer Sprechgeschicklichkeit

eine Rolle spielen.

Unser Vorgehen beim Stottern ist verhaltenstherapeutisch. Es gründet bei Erwachsenen undJugendlichen vor allem auf den Verfahren nach van Riper (non avoidence), fluency-shaping (Steigerung der Sprechfüssigkeit), Wendtland, Elemente der Schlaffhorst-Andersen-Methode und den Theorien von Kollbrunner. Bei Kindern verfahren wir u.a. nach Katz-Bernstein und KidS (Kinder dürfen Stottern).
Verschiedenen Atemtechniken und Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen kommen in der Therapie zusätzlich zur Anwendung.